Donnerstag, 09. September 2010
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Tag3 - Von Point Alpha ins Werratal  
 
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Kurze Pause unterwegs

Bei der heutigen und vorletzten Etappe des Naturathlons wurden die Naturathleten noch einmal richtig gefordert. Es waren immerhin ca. 220 km bei Regen und kaltem Wetter mit dem Rad zu fahren. Wer da glaubte, dass dadurch die gute Stimmung in der Mannschaft leiden würde, konnte sich vor Ort vom Gegenteil überzeugen. So der Sportler Frank Hülsemann: "Regen macht uns nichts aus, wir haben ja entsprechende Kleidung ."

Erste Anlaufstation war der Point-Alpha, ein ehemaliger Grenzbeobachtungspunkt der US-Armee. Wie auch in den Vortagen, wurden die Sportler auch im größten Grenzlandmuseum Deutschlands herzlich empfangen. Nach der Begrüßung durch den Leiter hatten die Radler Gelegenheit das Museum zu besichtigen. Die Athleten waren sich einig, dass die zur Verfügung stehende Zeit bei weitem nicht ausreichte, um die bewegenden Eindrücke der Ausstellung zu verinnerlichen. Die 20jährige Sportlerin Lena Dörries: "Ich bin sicher dass ich hierher nochmals zurückkehren werde um die Ausstellung ohne Zeitdruck ansehen zu können.
Genauso beeindruckt zeigte sich der 61-jährige Siegfried Gerstenberg: "Phänomenal! Ich bin im Osten groß geworden. Ich hatte mich zu Zeiten der DDR nie in die Nähe der Grenze wagen können. Heute fahre ich entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze und muss mir keine Gedanken machen. Kein Abhören, keine Überwachung, keine Gefahr!" „Gerade das war ja das Spannende,“ erklärt Jürgen Ebert. „Da stehen wir in einem Museum und haben sogar unseren eigenen Zeitzeugen dabei. Es ist einfach unvorstellbar, was damals passiert ist. Besonders die kleinen Anecktoden von Siggi haben diesen Eindruck noch verstärkt. Weiter auf der Strecke konnten wir dann wie in den letzten Tagen diesen historischen Wahnsinn anhand der noch erkennbaren Grenzbefestigungen verfolgen, aber auch die phantastische Natur, die sich auf der „Lebenslinie“ entlang des alten „Todesstreifen“ entwickelt hat.“

Michael Roth: „Mich hat heute die Vielfalt der Landschaften am Grünen Band fasziniert. Nach den beiden ersten Tagen in den Mittelgebirgen waren wir heute überwiegend im Werratal unterwegs.“

„Neben den landschaftlichen Besonderheiten war auch die Strecke aufregend,“ wusste Tobias Kelter zu berichten. „Nachdem wir am Anfang einige Berge mit bis zu 16 % zu bewältigen hatten, verlangte die Strecke entlang der Werra durch ihre matschigen Wege auch technisches Können auf dem Rad. Manch einer rutschte fast in den Fluss. Zum Schluss waren die letzten noch zu bewältigen Höhenmeter die letzte Herausforderung für die Sportler. Ich freue mich schon auf die morgige öffentliche Etappe vom hessischen Eschwege ins thüringische Creuzburg“.
Der heutige Tag endete mit einem gemeinsamen Abendessen in Duderstadt.



 
Galerie: tour-s3
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